Warum diese Prompts
Die meisten Prompt-Listen sind zu allgemein, um wirklich zu helfen. Diese ChatGPT-Prompts für Selbstständige sind auf das zugeschnitten, was im Alltag tatsächlich Zeit kostet: Angebote schreiben, E-Mails beantworten, die Woche planen.
Alle sieben folgen demselben Prinzip: Sie sagen der KI, was sie schreiben soll, für wen, wie lang und in welchem Ton. Genau daran scheitern die meisten Prompts.
1. Angebot erstellen
Ich bin [Berufsbezeichnung] und erstelle ein Angebot für [Projektbeschreibung].
Der Kunde ist [B2B/B2C], das Budget liegt bei [ungefährer Rahmen].
Schreibe ein Angebot mit: kurzer Ausgangslage, Leistungsumfang in Stichpunkten,
Zeitrahmen, Preis, nächsten Schritten. Ton: sachlich, direkt, ohne Floskeln.
Warum er funktioniert: Er zwingt ChatGPT, in der Struktur zu antworten, die Kunden tatsächlich lesen, statt in Fließtext.
2. Schwierige E-Mail beantworten
Ich habe folgende E-Mail bekommen: [E-Mail einfügen]
Ich möchte antworten mit: [gewünschte Kernaussage].
Schreibe eine Antwort auf Deutsch, freundlich aber klar, maximal 120 Wörter.
Warum er funktioniert: Die Wortbegrenzung verhindert die typischen Höflichkeitsschleifen, die eine klare Aussage verwässern.
3. Woche planen
Das sind meine offenen Aufgaben für diese Woche: [Liste einfügen]
Ich habe [X] Stunden pro Tag verfügbar.
Sortiere nach Priorität und schlage eine Tagesverteilung vor.
Berücksichtige, dass [Einschränkung, z. B. Kundentermine dienstags].
Warum er funktioniert: Ohne die Angabe der verfügbaren Stunden plant die KI eine Woche, die niemand schafft.
4. Preis erhöhen ankündigen
Ich bin [Berufsbezeichnung] und erhöhe meine Preise ab [Datum]
von [alter Preis] auf [neuer Preis].
Schreibe eine E-Mail an Bestandskunden: kurz, selbstbewusst, ohne Entschuldigung.
Nenne den Grund in einem Satz und das genaue Datum, ab wann es gilt.
Maximal 150 Wörter.
Warum er funktioniert: „Ohne Entschuldigung" ist die wichtigste Anweisung. Ohne sie schreibt ChatGPT eine Mail, die klingt, als hättest du etwas falsch gemacht.
5. Anfrage höflich absagen
Ich muss diese Anfrage absagen: [Anfrage einfügen]
Grund: [zu wenig Zeit / passt nicht zu meinem Angebot / Budget zu niedrig].
Schreibe eine kurze Absage, die die Tür offen lässt.
Nenne wenn möglich eine Alternative. Maximal 100 Wörter.
Warum er funktioniert: Der Grund steuert den Ton. Eine Absage wegen Zeitmangel klingt anders als eine wegen Budget, und die KI trifft das nur, wenn du es sagst.
6. Angebot nachfassen
Ich habe am [Datum] ein Angebot an [Kunde] geschickt und noch keine Antwort.
Schreibe eine kurze Nachfass-Mail, die nicht bettelt.
Biete an, offene Fragen zu klären, und nenne einen konkreten nächsten Schritt.
Maximal 80 Wörter.
Warum er funktioniert: Die Aufforderung, einen konkreten nächsten Schritt zu nennen, verwandelt „Melden Sie sich gern" in etwas, worauf der Kunde reagieren kann.
7. Text auf das Wesentliche kürzen
Kürze diesen Text auf die Hälfte, ohne dass eine wichtige Information verloren geht.
Kurze Sätze, aktive Formulierungen, keine Füllwörter.
Sag mir anschließend in einem Satz, was du gestrichen hast und warum.
[Text einfügen]
Warum er funktioniert: Der letzte Satz ist der Trick. Wenn die KI ihre Streichungen begründen muss, kürzt sie überlegter statt willkürlich.
Wenn ein Prompt nicht funktioniert
Die erste Antwort ist selten die beste. Frag nach: „Kürzer", „Ton lockerer", „Gib mir drei Varianten für den letzten Absatz". Die zweite oder dritte Version ist fast immer die brauchbare.
Was sonst noch schiefgehen kann, steht hier: 5 ChatGPT-Fehler, die fast jeder Anfänger macht.
Für wen das nicht die beste Lösung ist
Wenn du hauptsächlich mit Kundendaten arbeitest, die nicht in ein KI-Tool sollen, ersetze das Einfügen echter Inhalte durch anonymisierte Platzhalter. Die Struktur der Prompts funktioniert trotzdem.